Lahntal-Imkerei

Warum gerade Bienen?
Die Natur braucht Bienen - Bienen brauchen den Imker. Gerade als Imker
entdeckt man die Natur wie wohl nirgendwo sonst in ihrer vollendeten Ordnung und
ihrer unerschöpflichen Vielfalt. Als ein harmonisch bis ins letzte
durchorganisiertes und optimal funktionierendes Staatsgebilde stellen
Bienenvölker eine einzigartige und aufregende Welt im Kleinen dar. Sie zu hegen,
zu pflegen und mit ihnen zu arbeiten, eröffnet überraschende Erlebniswelten
und außerordentlich vielseitige Naturerfahrungen.
Dabei bereichern Bienen nicht nur unseren Geist, sondern verdienen unsere
Wertschätzung vor allem auch wegen ihres unersetzlichen Nutzens für das
Gemeinwohl: die Bienen sichern durch ihre Bestäubungstätigkeit das ökologische
Gleichgewicht, die Produktivität der Natur und den Erhalt der Artenvielfat, also
unsere natürlichen Lebensgrundlagen insgesamt.
Etwa ein drittel der menschlichen Nahrung ist direkt oder indirekt von den
Bienen abhängig: Äpfel, Birnen und Pflaumen werden zu 80 bis 90 % von
Zuchtbienen bestäubt, ebenso Mandelbäume, Melonen, Paprika, Kürbisse, Himbeeren,
und etwa 90 andere Obst- und Gemüsearten - aber auch Viehfutter wie Klee und
andere.
In der Landwirtschaft laufen Versuche, Hummeln als Bestäuber zu züchten,
doch wirkliche Alternativen zur Bestäubung durch Bienen gibt es nicht.
Wildvölker existieren spätestens seit der Einschleppung der Varoamilbe kaum noch
und andere Insekten sind nicht in der Lage diese Mengen an Bestäubungsarbeit zu
leisten. Den durch die Bienenpollination (Pollenübertragung, Bestäubung)
erwirtschafteten Wert schätzen Forscher für Europa auf jährlich bis zu 5
Milliarden Euro. Durch diese Leistung gelten Bienen nach Rindern und Schweinen
als das drittwichtigste Haustier - noch vor dem Geflügel.
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