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Staupe bei Füchsen: Dringend Impfstatus bei Hunden
überprüfen
Anfang 2009 wurde in den bayerischen Landkreisen
Rosenheim und Traunstein bei mehr als 40 verendeten Füchsen Staupe als
Todesursache festgestellt. Auch in Mecklenburg-Vorpommern, im Landkreis Parchim
nahe Schwerin und Plau am See, konnte die Virusinfektion bei 4 Füchsen
nachgewiesen werden. Da Staupe besonders für Hunde gefährlich werden kann,
sollten Hundebesitzer unbedingt den Impfstatus ihrer Vierbeiner überprüfen und
gegebenenfalls ihre Schützlinge nachimpfen lassen.
Die Staupe, eine für den Menschen ungefährliche Viruserkrankung, ist die wohl
bekannteste Infektionskrankheit des Hundes. Sie ist weltweit verbreitet und
tritt immer wieder in unterschiedlichen Gebieten bei Wildtieren, insbesondere
bei Mardern und Füchsen, auf. Außerhalb eines lebenden Organismus bleibt das
Staupevirus nur wenige Tage infektiös. Eine Infektion erfolgt deshalb meist
durch direkten Kontakt mit einem erkrankten Tier.
Im Moment ist zu befürchten, dass sich das Staupevirus weiter verbreitet und
die Erkrankung auch in anderen Bundesländern auftritt. Da sich Füchse inzwischen
auch in Städten aufhalten, sind Hunde nicht nur in ländlichen Gegenden
gefährdet, sich bei Kontakt mit einem kranken oder verendeten Fuchs anzustecken.
Hinzu kommt, dass die Immunität in der gesamten Hundepopulation gefährlich
niedrig ist, sodass sich die Staupe problemlos unter den Hunden ausbreiten kann.
Darauf weist der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission Vet., Prof. Dr. Uwe
Truyen, hin. Er rät, ungeimpfte Hunde schnellsten impfen zu lassen.
Die Staupe zeigt ein vielgestaltiges Krankheitsbild und führt häufig zum Tod.
Nach den Erstsymptomen hohes Fieber, Fressunlust und Mattigkeit entwickeln sich
verschiedene Formen, die Lunge, Magen-Darm-Trakt, zentrales Nervensystem oder
Haut betreffen und oft ineinander übergehen. Je nach Organ zeigen sich Husten,
Atembeschwerden, Erbrechen, Durchfall, Bewegungsstörungen, Lähmungen, Krämpfe,
blasiger Hautausschlag und/oder eine übermäßige Verhornung der Sohlenballen und
des Nasenspiegels. Dauerhafte Schäden bei Überleben der Krankheit sind
Verhaltensstörungen und Epilepsie. Eine Erkrankung im Alter des Zahnwechsels
führt zu bleibenden Schäden am Zahnschmelz.

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